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STÄDTISCHE
GEIGENBAUERSCHULE Mailand
Der erste von der Stadt Mailand angebotene Kurs für Geigenbauer
geht auf das Jahr 1978 zurück, als die städtische Musikschule mit der
Unterstützung einer privaten Einrichtung einen Kurs für den Nachbau und
die Restaurierung von alten Musikinstrumenten ins Leben rief.
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| Damals
entstand im alten Handwerkerviertel Isola eine Geigenbauerwerkstatt, in
der eine Gruppe von Schülern unter der Leitung des Architekten Marco Tiella
auf engstem Raum einen traditionsreichen Beruf wiederentdeckte und Instrumente
wie die Drehleier, die Zimbel, die Lira da Braccio und die Viola da Gamba
nachbaute. |
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Von
Anfang an basierten die Kurse, die den Grundstein für die städtische Geigenbauerschule
legten, und einer berufsorientierten Ausbildung den Vorrang geben, auf
einer ausgewogenen Mischung von Theorie und praktischer Arbeit.
Für die Ausbildung des Geigenbauers, der Musikinstrumente aus Holz herstellt
und restauriert, ist auch heute noch die enge Beziehung mit dem Meister
wesentlich. Das bestätigt die jahrelange Erfahrung mit einem praxisbetonten
Unterricht, der wissenschaftlich und musikgeschichtlich fundamentiert
ist.
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| Die
Wiederentdeckung eines alten Berufes durch den Einsatz neuer Technologien,
die Zusammenarbeit der Dozenten mit kulturellen Einrichtungen, Berufsverbänden
etc. sind die Eckpfeiler der Schule. |
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Die Städtische Geigenbauerschule Mailand bietet berufsbildende
Kurse, Fortbildungskurse und Seminare sowie Kurse für Anfänger und andere
Interessierte und wird jedes Jahr von rund 70 italienischen und ausländischen
Schülern und Schülerinnen besucht.
Die Bibliothek und das Archiv mit Zeichnungen und Fotos sind auch der
Öffentlichkeit zugänglich und enthalten eine Sammlung der wichtigsten
Fachzeitschriften für Musikinstrumente sowie Konstruktionszeichnungen
von Originalinstrumenten, die aus verschiedenen europäischen Museen oder
der Schule selbst stammen.
Das Schulmuseum enthält eine Sammlung von Instrumenten und dokumentiert
mit Nachbildungen alter Instrumente, Abhandlungen und Originalstücken
die Geschichte und den Gebrauch von Musikinstrumenten vom Mittelalter
zum Barock und über die Neuerungen des 19.Jahrhunderts bis heute. Es besteht
die Möglichkeit, einige in der Schule hergestellte Instrumente wie etwa
Violinen, Lauten und Gitarren zu Übungszwecken ein Jahr lang auszuleihen.
Seit ihrer Entstehung hat die Schule in Zusammenarbeit mit renommierten
kulturellen Einrichtungen und Verbänden sowohl in Italien als
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auch
im Ausland sehr aktiv an Ausstellungen, Tagungen und Konzerten teilgenommen.
STUDIENGANG
BERUFSBILDENDE KURSE FÜR BEWERBER MIT HOCHSCHULREIFE.
Corso di qualifica per operatore liutario.
a. Fachbereich Streichinstrumente
Bezugspunkt für den Fachbereich Streichinstrumente ist die ununterbrochene
Tradition der klassischen Geigenbaukunst, die trotz verschiedener Erscheinungsformen
und Entwicklungen seit dem 16. Jh. bis heute Kontinuität gewahrt hat.
Der methodologische und künstlerische Ansatz des Fachbereichs orientiert
sich an der alten lombardischen Schule, die für den Geigenbau von maßgeblicher
Bedeutung ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Mailänder Schule des
20.Jahrhunderts, die vom künstlerischen und kulturellen Aspekt her der
nächstliegende und wichtigste Bezugspunkt ist.
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b.
Fachbereich Zupfinstrumente
Die Arbeit
im Fachbereich Zupfinstrumente konzentriert sich hingegen auf den Nachbau
von historischen Zupfinstrumenten aus der frühen Renaissance bis zum Spätbarock.
Hierfür sind musikwissenschaftlich fundierte, mit größter Genauigkeit angestellte
Messungen und Untersuchungen an Instrumenten aus öffentlichen und privaten
Sammlungen nötig.Die Analyse und der Nachbau werden vervollständigt, |
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indem
die gesammelten Ergebnisse mit den Abhandlungen und dem Bildmaterial der
jeweiligen Epoche verglichen werden.
Dauer:
2 Jahre (800 Stunden pro Jahr)
- 1.
Jahr 27 Wochenstunden + Seminare
-
2. Jahr 28 Wochenstunden + Seminare
Der
Kurs ist in zwei Fachbereiche gegliedert: Streich- und Zupfinstrumente.
Ein Grossteil der ergänzenden Theoriefächer ist für beide Fachbereiche
gleich, während die in der Werkstatt abgehaltenen Unterrichtsstunden vom
ersten Jahr an getrennt sind.
Unterrichtsfacher:
Geigenbauerwerkstatt (Streich- oder Zupfinstrumente)
Geschichte der Musikinstrumente - Anweisungen zur Bibliotheksbenutzung
Akustik
Elemente der Chemie
Technisches
Zeichnen von Musikinstrumenten
Musiktheorie
Instrumentalübungen
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"Corso
di specializzazione per liutaio"
Der Kurs ist in drei Fachbereiche gegliedert:
Bau von Streichinstrumenten
Bau von Zupfinstrumenten
Restaurierung von Musikinstrumenten
Dauer:
1100 stunden |
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1. Jahr
28 wochenstunden
2. Jahr: 300 stunden Praktikum
1. JAHR
Fachbereich
Streichinstrumente
Werkstatt: Streichinstrumente
Werkstatt: Begleitkurs Restaurierung
Werkstatt: Lackieren
Geschichte der Musikinstrumente
Seminare: Techniken für die Dokumentation der Restaurierung
Instrumentalübungen und Musiktheorie
Fachbereich
Zupfinstrumente
Werkstatt: Zupfinstrumente
Werkstatt: Begleitkurs Restaurierung
Geschichte der Musikinstrumente
Techniken der Analyse und Messung
Instrumentalübungen und Musiktheorie
Fachbereich Restaurierung
Werkstatt: Restaurierung von Musikinstrumenten
Werkstatt: Begleitkurs Streich- oder Zupfinstrumente
Geschichte der Musikinstrumente
Techniken der Analyse und für die Dokumentation der Restaurierung
Instrumentalübungen und Musiktheorie
Praktikum
Die
Praktikumsarbeit wird unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und der Wünsche
der Schüler/-innen einzeln festgelegt und bewertet. Vorgesehen ist nicht
nur die Ergänzung und Vertiefung der bisher geleisteten Arbeit, sondern
auch die Teilnahme an Kursen und Seminaren sowie die Organisation einer
Forschungsarbeit an Instrumenten aus öffentlichen und privaten Sammlungen.
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RESTAURIERUNGSWERKSTATT
Die Restaurierungswerkstatt
wurde in den Studiengang der Städtischen Geigenbauerschule nur wenige Jahre
nach ihrer Gründung eingeführt. Das jetzige Kursangebot bietet den Schülern
und Schülerinnen die Möglichkeit, eine Richtung auszuwählen, die die Restaurierung
von Streich- und Zupfinstrumenten in den Mittelpunkt stellt. Die Städtische
Geigenbau schule war in diesem Bereich schon immer innovativ ausgerichtet
und hat sich nun zum Ziel gesetzt, für die Restaurierung von Musikinstrumenten
Vorgehensmodelle einzuführen, die sich im Bereich der schönen Künste und
der Architektur bereits bewährt haben.
Restaurierung ist also mehr als nur Reparatur oder Wiederherstellung der
Funktionen, sie basiert auf einer sowohl handwerklich wie technisch-wissenschaftlich
fundierten Ausbildung.
Bei der Restaurierung eines alten Musikinstruments stösst man auf Aspekte,
die nicht unbedingt mit dem praktischen Bau zusammenhängen.
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Die auszuführenden Tätigkeiten erfordern ein umfassendes organographisches,
geschichtliches, wissenschaftliches und technisches Vorwissen.
Seit Jahrzehnten gehen Restauratoren von Kunstgegenständen bei bedeutenden
Arbeiten interdisziplinär vor: Aufgrund der Notwendigkeit, möglichst viele
Informationen zum Restaurierungsobjekt zu finden, arbeiten die Experten
eng zusammen.
Neben den künstlerischen und geschichtlichen kam den technisch-wissenschaftlichen
Aspekten mit der Zeit immer mehr Bedeutung zu, was zur Entwicklung und
zur Anwendung von oft modernsten Methoden sowie zur Herausbildung einer
spezifischen Analysetechnik führte, die in der Restaurierung angewendet
wird.
Die Restaurierung von Musikinstrumenten stellt hier keine Ausnahme dar,
auch wenn analytische Methoden auf dem Gebiet des Geigenbaus erst in jüngster
Zeit Anwendung finden.Die Städtische Geigenbauerschule leistete in diesem
Bereich Pionierarbeit: in den siebziger Jahren wurden an der Schule Untersuchungen
über Radiographie-Techniken zur Aufnahme von Merkmalen im Inneren der
Musikinstrumente durchgeführt, und seit 1985 stellt der Kurs Techniken
für die Dokumentation und Analyse einen fundamentalen Teil des zweijährigen
Studiengangs für Geigenbauer und Restauratoren dar und ergänzt die praktische
Tätigkeit.
Das Hauptgewicht bei diesem Kurs liegt auf der Didaktik der Anwendung
von Messungstechniken, die der Restaurierung oder der Untersuchung routinemässig
vorangehen. Ferner konzentriert sich der Kurs auf das Erproben neuer Techniken
und ihrer realen Anwendbarkeit, oft in Zusammenarbeit mit schulexternen
Einrichtungen.
Dass sich die Methode der Schule bewährt, zeigt sich daran, dass Dozenten
und ehemalige Schüler und Schülerinnen an renommierten Restaurierungs-,
Untersuchungs oder Katalogisierungsarbeiten in Museen und Sammlungen von
Musikinstrumenten beteiligt sind.
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SONDERKURSE
Fortbildungsseminare
Die Schule organisiert eine Reihe von Fortbildungsseminaren mit begrenzter
Stundenzahl, die auf die Bedürfnisse der ehemaligen Schüler und Schülerinnen
ausgerichtet sind: angeboten werden zum Beispiel der „Kurs für Reparatur
und Instandhaltung von Streichinstrumenten" oder der Kurs „Sicherheitsvorkehrungen
in den Werkstätten".
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VERKEHRSVERBINDUNGEN
U-Bahn:
Linie 3 (gelb) Richtung S.Donato bis zur Haltestelle Crocetta, dann Strassenbahn
24 in Richtung Ripamonti bis zur Haltestelle in Via Noto.
Strassenbahn: Vom Dom Strassenbahn 24 in Richtung Ripamonti bis zur
Haltestelle in Via Noto.
Bus: Linie 90 oder 91 bis Viale Isonzo, Ecke Via Ripamonti, dort
Strassenbahn 24 bis zur Haltestelle in Via Noto. |
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EINSCHREIBEBEDINGUNGEN
BERUFSBILDENDE KURSE
Kursdauer
Die Kurse beginnen Mitte September und dauern bis Ende Juni.
Aufnahmemodalitäten
Zwischen Januar und Mai sind ein ausführlicher Lebenslauf, eine schriftliche
Voranmeldung möglichst mit Angabe des gewählten Fachbereichs (Streich-
oder Zupfinstrumente) an die Schule zu senden. Nach Einschicken des Lebenslaufs
wird der/die Bewerber/in zu einem Vorgespräch mit der Didaktik-Koordinatorin
eingeladen und auf alle in der Schule geltenden Modalitäten hingewiesen.
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Die
Schule behält sich vor, bei Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl
die Bewerber in Kurse einzuteilen, die eventuell nicht seinen im Brief
ausgedrückten Wünschen entsprechen.
Die Bewerber müssen zwischen 18 und 32 Jahre alt sein und ein Reifezeugnis
vorweisen können.
Es wird vorausgesetzt, dass ausländische Schüler und Schülerinnen gute
Italienischkenntnisse besitzen.
Aufnahmegespräch
Von Mitte bis Ende Juni führen Dozenten der Schule mit
allen Bewerbern/-innen ein Aufnahmegespräch über die im Lebenslauf aufgelisteten
Daten und eventuelle fachbezogene Erfahrungen Sollten noch freie Studienplätze
zur Verfügung stehen, ist Anfang September eine zweite Auswahlverfahren
vorgesehen.
Aufnahmebedingungen
Für den Grundkurs für Geigenbauer wird ein Reifezeugnis vorausgesetzt,
zusätzliche Vorkenntnisse sind jedoch nicht erforderlich.
Zugelassen werden Bewerber/innen zwischen 18 und 32 Jahren.
Für den Aufbaukurs für Geigenbauer ist ein Nachweis über den Abschluss
des Grundkurses für Geigenbauer bzw. ein Diplom einer Geigenbauerschule
(auch ausländische Abschlüsse werden anerkannt) oder der Nachweis für
bereits erworbene Erfahrungen in diesem Bereich erforderlich.
Kursbesuch
Für die rund 28 Wochenstunden besteht von Montag bis Freitag Anwesenheitspflicht.
Am Kursende wird den Absolventen eine Bescheinigung über die Qualifikation
zum Geigenbauer ausgestellt.
Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat
der Schule (Montag bis Freitag von 9-14 Uhr) oder schreiben Sie an:
Civica Scuola di Liuteria di Milano Via Noto 4 -
20141 Milano
Tel.: +39 0257409945 Fax: +39 0257402838
E-mail: info@civicascuoladiliuteria.it
E-mail: segreteria.liuteria@rcm.inet.it
Das
Formular für die Voranmeldung können Sie sich aus dem Internet
downloaden.
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